Bei LENR (Low Energy Nuclear Reactions), früher auch „Kalte Fusion“ genannt, handelt es sich grundsätzlich um atomare Transmutationsprozesse von chemischen Elementen.

Bekannt wurde der Effekt durch die Affäre der Professoren Stanley Pons und Martin Fleischmann im Jahre 1989, die zu Unrecht angegriffen wurden. Damals und in den Folgejahren sprach man von einer „Kalten Fusion“, die mittels eines Edelmetall-Katalysators bei Raumtemperatur ablaufen sollte. Spätere Forschungen ergaben aber, daß es sich um nukleare Umwandlungsvorgänge handelt, für die es mehrere konkurrierende physikalische Modellvorstellungen gibt. Auch konnte man nach- weisen, daß das Verfahren von Pons und Fleischmann in ähnlicher Weise schon in den neunzehnhundertzwanziger Jahren vorgeschlagen wurde. Aber auch damals wurde diese Idee als falsch verlacht, zumal der Vorschlag von Elektrochemikern kam und nicht von Physikern.

Sowohl Pons und Fleischmann als auch ihre Vorgänger entdeckten den Vorgang einer starken Hitzeentwicklung bei geringer bis fehlender Kernstrahlung in elektrolytischen Zellen. Edelmetallelektroden mit extrem großer Oberfläche in wässrigen Lösungen beeinflußen auf irgend eine Weise – vermutlich durch extrem starke elektrische Feldgradienten – in ihrer unmittelbaren Umgebung frei schwimmende Atome.

Im Laufe der letzten fast dreißig Jahre konnten sehr viele Wissenschaftler das Phäno- men bestätigen. Für den Vorgang an sich spielen nur sehr große Oberflächen und besondere Umgebungsbedingungen eine Rolle, die sich auch in trockener oder gasförmiger Umgebung befinden können.

Der französische Professor Jean-Paul Biberian konnte feststellen, daß verschiedene atomare Umwandlungsprozesse schon seit Jahrhunderten erforscht werden; am bekanntesten ist die Alchemie geworden, aber auch in Lebewesen geschehen diverse Transmutationen, bei Menschen manchmal sogar mit katastrophalen Folgen   (SHC – Spontaneous Human Combustion = spontane menschliche Selbstverbren- nung).

Eine genauere, alles begründende Theorie steht noch aus, es gibt mehrere Modell- vorstellungen, die aber nicht alle Bereiche erklärend abdecken.

LENR ist anwendungstechnisch besonders interessant, da man hier eine sichere Nukleartechnik hat, die nicht auf Uran oder Plutonium angewiesen ist und auch keinen strahlenden Abfall hinterläßt. Einsetzbar wäre sie in der Energieerzeugung (grundlastfähig), in der Antriebstechnik für Fahr-, Luft- und Raumfahrzeuge sowie in der Schaffung völlig „unmöglicher“ Werkstoffe. Zusätzlich deutet sich an, daß man radioaktive Prozesse beliebig an- und abschalten kann; so sollte z.B. eine recht schnelle Neutralisierung nuklearen Strahlungsmülls durchaus leicht möglich sein.

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(Autor: Jan Bodensieck)

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